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Osteopathie für Säuglinge und Kleinkinder

Warum ist Osteopathie für Säugline und Kinder gut geeignet?

Insbesonders bei Säuglingen und Kindern lässt sich die Osteopathie gut anwenden.
Bereits mit der Geburt können Funktionsstörungen und Kompensationen entstehen, die erst Jahrzehnte später zu Symptomen führen oder bestimmte Krankheiten begünstigen. So kann die Osteopathie dort bereits präventiv agieren, wenn nämlich Funktionsstörungen und Kompensationen erkannt und therapiert werden, bevor sie zu strukturellen Störungen und Schäden führen.

Ein großer Vorzug ist auch, gerade in der Behandlung von Kindern, dass die Osteopathie ohne Medikamente auskommt.

Für das Neugeborene stellt die Geburt eine extreme Belastung dar. Der Körper des Kindes wird durch den engen Geburtskanal gepresst und fordert eine hohe Anpassung des Säuglings. Der kindliche Schädel kann bis zu 2 cm zusammen gepresst werden und durch die Geburtsdrehung die einzelnen Schädelknochen übereinander schieben. Die dazwischen liegenden zahlreichen Durchgänge für Blut- und Nervenbahnen können dadurch zusammengestaucht werden und die Funktion der Bahnen beeinträchtigen.
Der Schultergürtel  - als der breiteste Teil des kindlichen Körpers - kommt mit einer Drehung aus dem Geburtskanal. Diese Drehung kann sich bis auf die Halswirbelsäule und entlang der ganzen Wirbelsäule bis zum Becken auf die unterschiedlichsten Strukturen ( Muskeln, Faszien, Gefäße) und deren Funktionen auswirken.

Der Schädel von Säuglingen und Kleinkindern lässt sich osteopathisch sehr gut behandeln, da die Knochen noch sehr weich sind und sich im Wachstum befinden.
Die hervorgerufenen Symptome können ganz unterschiedlich sein und sind vom Alter abhängig:

Beim Säugling:
Schädel- u. Körperasymmetrien, Überstreckung,
vegetative Störungen wie Probleme beim Saugen, Erbrechen, Verdauungsstörungen, Schlafprobleme, ...
Beim Kleinkind:
Entwicklungsverzögerungen, Infektanfälligkeit mit häufigem Schnupfen und Mittelohrentzün-dungen, ...
Beim Schulkind:
Konzentrationsstörungen, Kopfschmerzen, ...

Konkrete Beispiele:
Spuck- und Schreikinder
Dies entsteht häufig durch Asymmetrien und/oder Kompression des Schädels oder des oberen Halswirbelbereiches.
Besonderes Augenmerk der Osteopathie gilt dabei dem Hinterhauptbein und den beiden Schläfenbeinen. Die drei Knochen treffen an der Schädelbasis zusammen. An ihrer Verbindungsstelle befinden sich verschiedene Schädellöcher, in welchen Blut- und Nervengefässe des Schluck- und Verdauungstraktes verlaufen (N. glossopharyngeus (Zungen-Schlund-Nerv) und N. vagus (Eingeweidenerv) ).
Der Zungen-Schlund-Nerv steuert die Muskeln, die das Saugen und Schlucken ermöglichen. Ist er beeinträchtigt, sabbern die betroffenen Kinder häufig.
Der Eingeweidenerv lenkt die Verdauung. Wird er komprimiert, kann die Verdauung gestört werden, was Blähungen, schmerzhafte Koliken und schwallartiges Spucken verursachen kann.
Ertastet der Therapeut also eine erhöhte Spannung oder Kompression am Schädel im Bereich des Hinterhauptbeines und der Schläfenbeine und/oder der oberen Halswirbelsäule, kann er diese mit verschiedenen osteopathischen Techniken, insbesonders aus dem Bereich der Cranio-Sacral-Therapie, lösen und so den Druck auf die Nerven vermindern und deren Funktion regulieren.

Aber nicht immer schreien die Kinder, weil sie an Schmerzen, wie eben im Magen-Darm-Trakt, leiden.
Asymmetrien und Kompressionen im Kopf- und Halsbereich können auch einen Zug auf die Dura mater (harte Hirnhaut) ausüben, der sich über Gehirn, Rückenmark und Steißbein fortsetzt und sich als allgemeines Unwohlsein bemerkbar macht.
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